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Lutz Stelbe Zahnbehandlung für Pferde Nindorfer Straße 36 Tel.: 0 41 61 / 70 26 21
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Ausbildung an der Academy of Equine Dentistry in Idaho, USA. In den USA ist man auf dem Gebiet der Pferdezahnbehandlung wesentlich weiter als in Europa. Die dort ausgebildeten "Equine Dentists" (Pferde-Zahnärzte) haben sich auf die Behandlung von Pferdezähnen spezialisiert.
Bei der Behandlung der Pferdezähne handelt es sich überwiegend um eine Oberflächenbehandlung, ähnlich wie die Behandlung der Pferdehufe. Die Wichtigkeit der regelmäßigen Hufpflege ist jedem Pferdebesitzer bekannt, nicht jedoch die regelmäßige Kontrolle und Behandlung der Pferdezähne, was schlimme Folgen nach sich ziehen kann.
Ohne die entsprechende Ausrüstung
kann man die meisten Zähne des Pferdes nicht sehen und somit
auch nicht einmal erahnen, welche gravierenden Probleme im Pferdemaul
auftreten können. Aufgrund der heutigen Haltungs- und
Fütterungsformen hat jedoch der größte Teil der
Pferde Zahnprobleme. Diese bleiben leider häufig unentdeckt und
bereiten dem Pferd zumindest beim Reiten und Fressen große
Probleme. Beim genauen Beobachten eines Pferdes gibt es jedoch viele
Anzeichen, die auf ein Zahnleiden hindeuten.
Hinweise auf Zahnprobleme beim Pferd
Einzelne Anzeichen beim Reiten
beginnen eventuell schon damit, dass Ihr Pferd sich während des
Auftrensens gegen das Gebiss wehrt, oder dass es beim Reiten mit dem
Kopf schlägt. Weitere Anzeichen sind Mauligkeit und Festbeißen.
Möglich ist auch, dass es sich zu einer Seite nur schlecht
stellen lässt.
Überempfindlichkeit
im Maul, Steigen und unkontrolliertes Ausbrechen können
ebenfalls ein Hinweis für Zahnprobleme sein.
Während der Futteraufnahme müssen z.B. folgende Symptome als Warnsignale gedeutet werden: starkes Speicheln, Kopfschlagen während des Fressens, langsames schlechtes Fressen, Bildung von Heuwickeln, die beim Fressen wieder aus dem Maul fallen und anderes auffälliges Verhalten.
Weitere Anzeichen sind z.B. Abmagerung trotz reichlicher Futteraufnahme, stumpfes Fell, verzögerter Fellwechsel, unangenehmer Geruch aus Maul und Nasenlöchern, häufige Koliken, schlechte Kondition, Leistungsverlust trotz Wurmkuren und ausreichendem Futter, Empfindlichkeit beim Abtasten der Backen, ... .
Bei jeglichem abnormen Verhalten
eines Pferdes sollten Zahnprobleme auf keinen Fall unterschätzt
werden.
In vielen Fällen werden
Schmerzen mit Unwillen verwechselt.
Das Pferdegebiss ist mit etwa 5 Jahren
vollständig ausgewachsen. Ab diesem Alter schieben sich die
Zähne Jahr für Jahr ca. 2mm aus ihrem Zahnfach heraus (sog.
Pseudowachstum). Da sich die Zähne gegenseitig sowie beim
Zermahlen von Futter abschleifen, bleiben sie im Idealfall
fortwährend auf einer Höhe. Sobald sich ein Zahn verzögert
entwickelt (oftmals durch blockierende Milchkappen), hat der
gegenüberliegende Zahn zeitweise keinen Gegenrieb und wird
länger als die anderen. Durch die daraus resultierende
behinderte Mahlbewegung wird nun die gleichmäßige
Abnutzung des gesamten Pferdegebisses behindert. Der Teufelskreis hat
begonnen.
Häufige Probleme, die im Pferdegebiss auftreten
Auf eine gleichmäßige Entwicklung der Zähne ist besonders im Zahnwechsel zu achten, der sich im Alter von 2 ½ bis 4 ½ Jahren vollzieht.
Häufig kommt es vor, dass Milchkappen sich während des Zahnwechsels verklemmen, weil sie sich z.B. noch nicht genug abgerieben haben. Der darunter wachsende permanente Zahn kann somit nicht durchbrechen und übt starken Druck auf den Kieferknochen aus. Hierdurch entstehen im Unterkiefer Knochenauftreibungen, die in Form von Beulen ("Knästen") von außen sichtbar werden, im Oberkiefer wachsen die permanenten Zähne im Falle einer Blockade in Richtung oberer Atemwege und können hier die Atmung um bis zu 30% beeinträchtigen.
In dieser Phase entstehen auch schon häufige Fehlstellungen wie Treppen- und Wellengebisse, die sich unbehandelt im Alter immer weiter steigern.
Durch regelmäßige Kontrollen während des Zahnwechsels und gegebenenfalls durch eine rechtzeitige Behandlung sichert man eine gleichmäßige Entwicklung des Pferdegebisses und verhindert schwerwiegende Probleme.
Eine weitere, allerdings angeborene Fehlstellung ist der Über- bzw. Unterbiss. Hier ist der Ober- bzw. Unterkiefer länger als der gegenüberliegende Kiefer. Somit ist auch die Zahnleiste verschoben, was zur Folge hat, dass die am Ende liegenden Zähne keinen Abrieb mehr haben und immer länger werden (Rampen). Diese Rampen schränken die Beweglichkeit des Kiefers stark ein und beeinträchtigen die Mahlbewegung erheblich. Unbehandelt werden sie schließlich so lang, dass sie sich ins Zahnfleisch des gegenüberliegenden Kiefers bohren und hier schmerzende Verletzungen hervorrufen.
Wird der Über- bzw.
Unterbiss jedoch früh entdeckt, so ist es möglich, durch
eine künstliche Winkelung der Kaufläche, den Unter- bzw.
Oberkiefer in die richtige Richtung zu lenken.
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Ein fehlender Zahn
führt ebenfalls dazu, dass der
gegenüberliegende zu lang wird, weil ihm der Gegenrieb fehlt.
Auch in diesem Fall wird der Zahn also schließlich so lang,
dass er das Verschieben des Kiefers nach vorne und hinten behindert
und später das gegenüberliegende Zahnfleisch verletzt. In
diesem Fall ist es also unbedingt notwendig, den zu lang werdenden
Zahn in dem Maße zu kürzen, dass er jegliche
Kieferbewegung, die ja auch beim Reiten unerlässlich ist,
zulässt.
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Scharfe Kanten entstehen vor allem durch die heutige Pferdefütterung, die auf der Domestizierung des Pferdes beruht. Gefüttert wird weitestgehend zu viel weiches Futter (Kraftfutter) und damit zusammenhängend zu selten am Tag. Pferdezähne sind jedoch dazu angelegt, möglichst den ganzen Tag über hartfaseriges Futter zu zermahlen. Nur so erhalten sie genug Abrieb, um ihr Nachschieben auszugleichen. Beim Mahlen von Kraftfutter schränken die Pferde ihre Mahlbewegung auf ein Minimum ein, um das Herausfallen der Körner zu vermeiden. Somit wird die Kaufläche nicht in ihrer gesamten Breite abgenutzt, und es entstehen sog. "Haken" oben außen und unten innen. Um Verletzungen an Backenschleimhaut und Zunge auszuweichen, schränkt das Pferd seine Mahlbewegungen weiter ein.... Um diesen Teufelskreis der Pferde zu durchbrechen, müssen die schmerzverursachenden Haken unbedingt abgeschliffen werden. |
Auch zu
lange Schneidezähne sind eine Folge der
heutigen Pferdehaltung, da die Pferde kaum noch Futter erhalten, das
sie abbeißen müssen. Ein Zu-lang-werden der Schneidezähne
hat zur Folge, dass die Backenzähne nicht mehr in dem Maße
aufeinander treffen, wie sie es zu einer optimalen Abnutzung müssten.
In diesem Fall ist ein Abschleifen der Schneidezähne
erforderlich.
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Wolfszähne sind im
Grunde nichts weiter als die ersten Backenzähne (P1), die sich
im Laufe der Evolution zurückgebildet haben. Treten sie heute
jedoch bei einem Pferd auf (zwischen 6 und 18 Monaten), so wirken sie
oftmals störend, da sie sich genau da befinden, wo auch das
Gebissstück der Trense liegt. Beim Reiten stößt daher
das Gebissstück permanent gegen den Wolfszahn. Für das
Pferd ist dies sehr unangenehm und kann sich durch verschiedenartigen
Unwillen des Pferdes äußern. (Kopfschlagen,....)
Wolfszähne sind meistens sehr klein und daher leicht zu
entfernen.
Regelmäßige Kontrolle des
Pferdegebisses
Eine regelmäßige Kontrolle
alle 6 Monate ist
sinnvoll
bei allen Pferden im Alter von
2,5 bis 4,5 Jahren, sowie
bei Pferden mit
Fehlstellungen der Kiefer oder fehlenden Zähnen.
Eine regelmäßige Kontrolle
alle 12 Monate ist
sinnvoll
bei Pferden, die älter als 5
Jahre sind und
keine besonderen
Fehlstellungen haben.
Eine fundierte Behandlung kann etwa 1 Stunde dauern.
Die
Kosten richten sich nach Aufwand der Zahnbehandlung und können
erst nach einer genaueren Untersuchung geschätzt werden.
Preis
der Untersuchung 15,- €
Preis der Behandlung je
nach Aufwand liegt zwischen 25,- € und 90,-
€ (Untersuchungspreis incl.)
Zahlungsweise: Um
Barzahlung wird gebeten.
Für weitere Informationen und
Terminabsprache stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Lutz Stelbe
Zahnbehandlung für Pferde
Nindorfer Straße 36
21614
Buxtehude-Ottensen
Tel.: 0 41 61 / 70 26 21
Mobil 0172 / 9 38 01 53
Fax: 0 41 61 / 70 26 28
E-Mail:
L.Stelbe@t-online.de