Lutz Stelbe

Zahnbehandlung für Pferde

Nindorfer Straße 36
21614 Buxtehude-Ottensen

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Ausbildung an der Academy of Equine Dentistry in Idaho, USA. In den USA ist man auf dem Gebiet der Pferdezahnbehandlung wesentlich weiter als in Europa. Die dort ausgebildeten "Equine Dentists" (Pferde-Zahnärzte) haben sich auf die Behandlung von Pferdezähnen spezialisiert.

Bei der Behandlung der Pferdezähne handelt es sich überwiegend um eine Oberflächenbehandlung, ähnlich wie die Behandlung der Pferdehufe. Die Wichtigkeit der regelmäßigen Hufpflege ist jedem Pferdebesitzer bekannt, nicht jedoch die regelmäßige Kontrolle und Behandlung der Pferdezähne, was schlimme Folgen nach sich ziehen kann.

Ohne die entsprechende Ausrüstung kann man die meisten Zähne des Pferdes nicht sehen und somit auch nicht einmal erahnen, welche gravierenden Probleme im Pferdemaul auftreten können. Aufgrund der heutigen Haltungs- und Fütterungsformen hat jedoch der größte Teil der Pferde Zahnprobleme. Diese bleiben leider häufig unentdeckt und bereiten dem Pferd zumindest beim Reiten und Fressen große Probleme. Beim genauen Beobachten eines Pferdes gibt es jedoch viele Anzeichen, die auf ein Zahnleiden hindeuten.

Hinweise auf Zahnprobleme beim Pferd

Einzelne Anzeichen beim Reiten beginnen eventuell schon damit, dass Ihr Pferd sich während des Auftrensens gegen das Gebiss wehrt, oder dass es beim Reiten mit dem Kopf schlägt. Weitere Anzeichen sind Mauligkeit und Festbeißen. Möglich ist auch, dass es sich zu einer Seite nur schlecht stellen lässt.
Überempfindlichkeit im Maul, Steigen und unkontrolliertes Ausbrechen können ebenfalls ein Hinweis für Zahnprobleme sein.

Während der Futteraufnahme müssen z.B. folgende Symptome als Warnsignale gedeutet werden: starkes Speicheln, Kopfschlagen während des Fressens, langsames schlechtes Fressen, Bildung von Heuwickeln, die beim Fressen wieder aus dem Maul fallen und anderes auffälliges Verhalten.

Weitere Anzeichen sind z.B. Abmagerung trotz reichlicher Futteraufnahme, stumpfes Fell, verzögerter Fellwechsel, unangenehmer Geruch aus Maul und Nasenlöchern, häufige Koliken, schlechte Kondition, Leistungsverlust trotz Wurmkuren und ausreichendem Futter, Empfindlichkeit beim Abtasten der Backen, ... .

Bei jeglichem abnormen Verhalten eines Pferdes sollten Zahnprobleme auf keinen Fall unterschätzt werden.
In vielen Fällen werden Schmerzen mit Unwillen verwechselt.


Das Pferdegebiss ist mit etwa 5 Jahren vollständig ausgewachsen. Ab diesem Alter schieben sich die Zähne Jahr für Jahr ca. 2mm aus ihrem Zahnfach heraus (sog. Pseudowachstum). Da sich die Zähne gegenseitig sowie beim Zermahlen von Futter abschleifen, bleiben sie im Idealfall fortwährend auf einer Höhe. Sobald sich ein Zahn verzögert entwickelt (oftmals durch blockierende Milchkappen), hat der gegenüberliegende Zahn zeitweise keinen Gegenrieb und wird länger als die anderen. Durch die daraus resultierende behinderte Mahlbewegung wird nun die gleichmäßige Abnutzung des gesamten Pferdegebisses behindert. Der Teufelskreis hat begonnen.

Häufige Probleme, die im Pferdegebiss auftreten

Auf eine gleichmäßige Entwicklung der Zähne ist besonders im Zahnwechsel zu achten, der sich im Alter von 2 ½ bis 4 ½ Jahren vollzieht.

Häufig kommt es vor, dass Milchkappen sich während des Zahnwechsels verklemmen, weil sie sich z.B. noch nicht genug abgerieben haben. Der darunter wachsende permanente Zahn kann somit nicht durchbrechen und übt starken Druck auf den Kieferknochen aus. Hierdurch entstehen im Unterkiefer Knochenauftreibungen, die in Form von Beulen ("Knästen") von außen sichtbar werden, im Oberkiefer wachsen die permanenten Zähne im Falle einer Blockade in Richtung oberer Atemwege und können hier die Atmung um bis zu 30% beeinträchtigen.

In dieser Phase entstehen auch schon häufige Fehlstellungen wie Treppen- und Wellengebisse, die sich unbehandelt im Alter immer weiter steigern.

Durch regelmäßige Kontrollen während des Zahnwechsels und gegebenenfalls durch eine rechtzeitige Behandlung sichert man eine gleichmäßige Entwicklung des Pferdegebisses und verhindert schwerwiegende Probleme.

Eine weitere, allerdings angeborene Fehlstellung ist der Über- bzw. Unterbiss. Hier ist der Ober- bzw. Unterkiefer länger als der gegenüberliegende Kiefer. Somit ist auch die Zahnleiste verschoben, was zur Folge hat, dass die am Ende liegenden Zähne keinen Abrieb mehr haben und immer länger werden (Rampen). Diese Rampen schränken die Beweglichkeit des Kiefers stark ein und beeinträchtigen die Mahlbewegung erheblich. Unbehandelt werden sie schließlich so lang, dass sie sich ins Zahnfleisch des gegenüberliegenden Kiefers bohren und hier schmerzende Verletzungen hervorrufen.

Wird der Über- bzw. Unterbiss jedoch früh entdeckt, so ist es möglich, durch eine künstliche Winkelung der Kaufläche, den Unter- bzw. Oberkiefer in die richtige Richtung zu lenken.
 

Ein fehlender Zahn führt ebenfalls dazu, dass der gegenüberliegende zu lang wird, weil ihm der Gegenrieb fehlt. Auch in diesem Fall wird der Zahn also schließlich so lang, dass er das Verschieben des Kiefers nach vorne und hinten behindert und später das gegenüberliegende Zahnfleisch verletzt. In diesem Fall ist es also unbedingt notwendig, den zu lang werdenden Zahn in dem Maße zu kürzen, dass er jegliche Kieferbewegung, die ja auch beim Reiten unerlässlich ist, zulässt.


Scharfe Kanten entstehen vor allem durch die heutige Pferdefütterung, die auf der Domestizierung des Pferdes beruht. Gefüttert wird weitestgehend zu viel weiches Futter (Kraftfutter) und damit zusammenhängend zu selten am Tag. Pferdezähne sind jedoch dazu angelegt, möglichst den ganzen Tag über hartfaseriges Futter zu zermahlen. Nur so erhalten sie genug Abrieb, um ihr Nachschieben auszugleichen. Beim Mahlen von Kraftfutter schränken die Pferde ihre Mahlbewegung auf ein Minimum ein, um das Herausfallen der Körner zu vermeiden. Somit wird die Kaufläche nicht in ihrer gesamten Breite abgenutzt, und es entstehen sog. "Haken" oben außen und unten innen. Um Verletzungen an Backenschleimhaut und Zunge auszuweichen, schränkt das Pferd seine Mahlbewegungen weiter ein.... Um diesen Teufelskreis der Pferde zu durchbrechen, müssen die schmerzverursachenden Haken unbedingt abgeschliffen werden.



Auch zu lange Schneidezähne sind eine Folge der heutigen Pferdehaltung, da die Pferde kaum noch Futter erhalten, das sie abbeißen müssen. Ein Zu-lang-werden der Schneidezähne hat zur Folge, dass die Backenzähne nicht mehr in dem Maße aufeinander treffen, wie sie es zu einer optimalen Abnutzung müssten. In diesem Fall ist ein Abschleifen der Schneidezähne erforderlich.




Wolfszähne sind im Grunde nichts weiter als die ersten Backenzähne (P1), die sich im Laufe der Evolution zurückgebildet haben. Treten sie heute jedoch bei einem Pferd auf (zwischen 6 und 18 Monaten), so wirken sie oftmals störend, da sie sich genau da befinden, wo auch das Gebissstück der Trense liegt. Beim Reiten stößt daher das Gebissstück permanent gegen den Wolfszahn. Für das Pferd ist dies sehr unangenehm und kann sich durch verschiedenartigen Unwillen des Pferdes äußern. (Kopfschlagen,....) Wolfszähne sind meistens sehr klein und daher leicht zu entfernen.

Regelmäßige Kontrolle des Pferdegebisses


Eine regelmäßige Kontrolle alle 6 Monate ist sinnvoll
bei allen Pferden im Alter von 2,5 bis 4,5 Jahren, sowie
bei Pferden mit Fehlstellungen der Kiefer oder fehlenden Zähnen.

Eine regelmäßige Kontrolle alle 12 Monate ist sinnvoll
bei Pferden, die älter als 5 Jahre sind und
keine besonderen Fehlstellungen haben.

Eine fundierte Behandlung kann etwa 1 Stunde dauern.
Die Kosten richten sich nach Aufwand der Zahnbehandlung und können erst nach einer genaueren Untersuchung geschätzt werden.
Preis der Untersuchung 15,- €
Preis der Behandlung je nach Aufwand liegt zwischen 25,- € und 90,- € (Untersuchungspreis incl.)
Zahlungsweise: Um Barzahlung wird gebeten.
Für weitere Informationen und Terminabsprache stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
 
 

Lutz Stelbe

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Nindorfer Straße 36
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